
Was die Zwetschge von der Pflaume unterscheidet
Kurz erklärt:
- Zwetschgen und Pflaumen sind nicht das Gleiche.
- Die Zwetschge ist eine Unterart der Pflaume und unterscheidet sich optisch und geschmacklich von ihr.
- Zwetschgen sind oval, meist bläulich und süss-säuerlich, während Pflaumen rund, rötlicher und süsser sind.
- Zwetschgen eigenen sich gut zum Backen, Pflaumen sind ideal für Konfitüre, Kompott und Chutney.
Ob in Kuchen, auf Wähen, als Kompott, Konfitüre oder roh – Zwetschgen haben fast alle in irgendeiner Form gerne. Saison haben sie von Anfang August bis in den September. Die Früchte sind nicht nur fein, sondern auch sehr gesund. Sie enthalten Kalium, Ballaststoffe, Vitamin A und B sowie Mineralstoffe wie Magnesium und Kalzium. Besonders der blaue Farbstoff der Zwetschge soll antioxidativ wirken – darum: Nicht schälen!
ZWETSCHGE ODER PFLAUME?
Diese Frage stellt sich zurecht, denn die beiden Steinfrüchte sind verwandt. Die Zwetschge ist eine Unterart der Pflaume, unterscheidet sich aber sowohl optisch wie auch geschmacklich von der Pflaume.
So kannst du die beiden unterscheiden: Pflaumen sind eher gross und rund. Ihre Schale ist meist rötlich-violett. Sie haben einen vergleichsweise kleinen Kern, der fest am Fruchtfleisch hängt. Auch das Fruchtfleisch der Pflaume ist meist rötlich gefärbt.
Zwetschgen sind hingegen oval und ihre Schale primär blau. Der Zwetschgen-Kern ist grösser als der der Pflaume und löst sich ganz einfach vom Fruchtfleisch. Das innere von Zwetschgen ist gelb und sieht etwas faseriger aus als jenes der Pflaume.
Denn Zwetschgen enthalten weniger Wasser als Pflaumen und eignen sich deshalb besser zum Backen. Die saftigen Pflaumen sind hingegen ideal für Kompott, Konfi oder Chutney geeignet. Geschmacklich ist die Pflaume süss und saftig, die Zwetschge eher süss-sauer. Der Geschmack hängt aber auch stark von der jeweiligen Sorte ab. Es gibt durchaus auch saure Pflaumen- und süsse Zwetschgensorten.
«PFLAUME AUS DAMASKUS»
Die Ur-Zwetschge wurde von den alten Griechen aus Damaskus importiert. Von dort kommt auch ihr Name, denn der Name «Zwetschge» wird hergeleitet aus «Pflaume aus Damaskus» (Quelle: dwds.de). Danach haben die Römer sie im Mittelmeerraum kultiviert. Heute wächst die Zwetschge eigentlich überall in den gemässigten Klimazonen.
VIELSEITIG EINSETZBAR
Keine Lust die vielen Zwetschgen alle roh zu essen? Wir hätten da ein paar Ideen: Zwetschgenkuchen, Zwetschgenwähe, Zwetschgencrumble, Zwetschgenkompott (mit Zimt – mmmmmmh!), Zwetschgenkonfitüre… Wer nicht so einen süssen Zahn hat; Zwetschgen passen auch zu pikanten Speisen, z.B. zu Fleischgerichten. Auch als Dörrfrucht eignet sie sich perfekt oder natürlich als Schnaps 😉 Zudem lassen sich Zwetschgen gut bis zu einem Jahr einfrieren. Beim Einfrieren gilt: Möglichst frisch und mit wenig Lufteinschluss einfrieren.
Kauft man frische Zwetschgen, sind sie teilweise mit einer weisslichen Schicht überzogen. Diese ist vollkommen natürlich und unschädlich. Sie ist ein Schutzfilm, der vor dem Austrocknen schützt. Ausserdem zeugt dieser Belag von spärlichem Einsatz von Pflanzenschutzmitteln. Idealerweise wird die Zwetschge ungewaschen im Kühlschrank gelagert. Kurz vor dem Essen, kann die Schutzschicht abgewaschen werden.
En Guete!









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