Zu Jucker Farm
Ingwer Pflanzen
von Valérie

Ingwer vom Bauernhof

Wir wagen einen Versuch. Ingwer selber anbauen. Ziemlich verrückt, oder? Der Grund ist: Im Winter ist die Knolle ein begehrtes Produkt in unseren Hofläden. Die lokale Speisekarte präsentiert sich zu dieser Zeit nicht gerade vielfältig und besteht mehrheitlich aus Kürbis, Kohl und Rüebli. Da bietet Ingwer eine hervorragende Möglichkeit, diese Gerichte geschmacklich aufzumotzen. Zudem kann man ihn hervorragend lagern.

Nur ist es ja eigentlich so: Die Produkte, die wir nicht selber anbauen, beziehen wir von Produzenten „von möglichst nah“. Bei Ingwer bedeutete „von möglichst nah“ bisher immer mehrere Tausend Kilometer Distanz zum Produktionsort. Unhaltbare Zustände, geht gar nicht. Warum also nicht eigenen anpflanzen? Wir wollen es mit dem Anbau mal zu versuchen. Das „Biotop“ ist die PuureStube im Hofrestaurant, wo die Ingwer-Töpfe gleichzeitig als Deko dienen. Eine Indoor-Angelegenheit. Und wenn’s wirklich funktioniert, wäre es doch eine tolle Sache!

Ingwer Einlegen

Die Mutterknolle wird über Nacht in Wasser eingelegt...

Ingwerzaepfli

Danach hat die Knolle "ausgetrieben"

Gestartet haben wir diese Woche. Die Mutterknolle, waschechte Peruanerin (es liess sich leider nicht vermeiden), legten wir über Nacht in Wasser ein, bis die Pflanze anfing, auszutreiben.

Dann ging’s ab ins Töpfli, leicht mit Erde bedecken und ab an die Wärme. Ob’s geklappt hat, wissen wir erst in 8-10 Monaten. Denn so lange braucht der Ingwer, bis er erntereif ist.

Wir halten euch auf dem Laufenden… 😉

Update: Leider hat unser Experiment nicht geklappt... Wir überlassen das lieber den Profis, die übrigens aus der Nähe kommen: Müller-Steinmaur.

Valérie war Vollblutautorin des FarmTickers (bis Juni 2024) und immer zur Stelle wenn's "brennt". Sie mag schöne Texte und offene Worte. (Zum Portrait).

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