
Was ist regenerative Landwirtschaft?
Ich habe mich mit Daniel Bärtschi zur Aufnahme einer neuen FarmTalk-Folge «getroffen». Daniel Bärtschi ist Präsident des Verbands «Agricultura Regeneratio», der sich für eine «regenerative» Landwirtschaft einsetzt.
Doch was heisst das überhaupt, «regenerative Landwirtschaft»?
«Regenerativ», das heisst erst mal soviel wie «(daraus) wieder entstehend bzw. wiederherstellend». Und das ist ganz simpel gesagt das Hauptprinzip der regenerativen Landwirtschaft. Das Ziel ist es, so zu wirtschaften, dass geschlossene Kreisläufe und dadurch ein längerfristig nachhaltiges Produktionssystem entstehen.
Dies erreicht man zum Beispiel, in dem man dafür sorgt, dass der Boden möglichst nicht gestört wird. Also möglichst wenige oder keine Pestizide und Kunstdünger, weniger oder gar nicht pflügen und schauen, dass immer irgendeine Bepflanzung auf dem Boden ist. Das führt längerfristig dazu, dass der Humusgehalt gesteigert wird und der Boden somit fruchtbarer ist. Und ganz nebenbei kann er so auch mehr CO2 speichern. Der Boden soll möglichst optimal arbeiten können.
Anders als bei der Permakultur fokussiere man sich nicht primär auf permanente Kulturen, sondern der Fokus liegt auf einer dauerhaften Bepflanzung, aber mit wechselnden Kulturen – oder wie auch immer das sonst aussehen kann. Denn die regenerative Landwirtschaft macht keine festen Vorschriften.
Daniel Bärtschi erklärt: «Jeder Bauer/jede Bäuerin entscheidet selber, wie er oder sie wirtschaften will. Es geht darum, eine integrierte Lösung zu finden. Also zu schauen: Was möchte ich anbauen, wie kann und möchte ich mit meinen Böden umgehen und wie möchte ich meine Produkte verkaufen. Das alles spielt in die Art der Produktion mit rein. Aber wie das aussieht, das kann von Hof zu Hof sehr unterschiedlich sein».
Aus den USA
Die Idee der regenerativen Landwirtschaft kommt aus Übersee. Ein bekannter Vertreter ist der charismatische Farmer und Autor Joel Salatin, der rund um das Thema bereits einige Bücher verfasst hat.
In den USA und Australien erlebt die regenerative Landwirtschaft seit einigen Jahren einen richtiggehenden Boom und Hunderte von Landwirt*innen pilgern jedes Jahr auf Salatins Farm, um von ihm zu lernen. Auch grosse Betriebe produzieren nach diesen Prinzipien.
Die Idee ist schon bestechend: Eine freie, unreglementierte Landwirtschaft, die aber trotzdem naturgemäss produziert. Das wäre im Prinzip etwas, was allen Landwirt*innen am Herzen läge. Denn im Kern sind die meisten Bauern und Bäuerinnen sehr naturverbundene Menschen.
Im Podcast gehen wir auf genauer auf Fragen ein wie: «Was kann regenerative Landwirtschaft, was Bio nicht kann oder konnte?» oder «Kann man mit regenerativer Landwirtschaft die Welt ernähren?». Und es wird klar, dass regenerative Landwirtschaft auch ein angepasstes Konsumverhalten bedingt, um erfolgreich zu sein. Nämlich lokaler, saisonaler und gesünder.
Den Podcast gibt es zu hören auf Spotify, Apple oder Google Podcast. Hier gibt's die ganze Folge als Video:
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PFLANZENSCHUTZTHEMA
Der Pflanzenschutz ist derzeit ein Thema, das in der Öffentlichkeit breit diskutiert wird. Da wir hier nahe am Puls der Praxis sind, wollen wir aufzeigen, welche Problemstellungen sich täglich stellen und warum wir entscheiden, wie wir entscheiden. Damit Konsument*innen erkennt, wie ihre Einkaufsentscheide die Art der Produktion beeinflussen.
In einem Übersichtsartikel fächern wir die verschiedenen Aspekte der Thematik auf. Momentan befinden wir uns in der Diskussion hier:










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