Apfel-Cookies im Päckli
Hofleben von Valérie

Cookies aus 60% Äpfeln

Hocherfreulich finden wir ja unser Guetsli-Sortiment, das wir seit diesem Winter in den Hofläden haben. Alles selbstgemacht in unserer HofManufaktur auf dem Bächlihof. Konkret zaubert unser Team regelmässig Sablés, die auf der Zunge zergehen, Kürbisguetsli, Spitzbuben und eben auch diese ganz speziellen Apfel-Cookies.

WARUM SIND DIE SO BESONDERS?

Es sind so genannte «gesunde Guetsli». Um ans Ziel zu kommen haben über ein Jahr daran gepröbelt, bis wir das richtige Rezept hatten. Das war eine echte Herausforderung. Klingt auf den ersten Blick ineffizient, hat aber einen guten Grund. Und zwar den, dass wir in keinem anderen Guetsli sonst SO viele eigene Zutaten drin haben. Und vor allem eben ganz viele Äpfel.

Möglichst viele eigene Zutaten, das war das Ziel. Und es ist gelungen.

Jedes Guetsli hat ca. 60% von unseren Äpfeln drin (andere Apfel-Guetsli haben nach Schätzung von unserem Chef Produktentwicklung ca. 10% drin). Auch das Mehl ist aus Eigenproduktion. Angebaut auf unseren Feldern in Rafz, gemahlen in der hofeigenen Steinmühle in Seegräben.

Und sonst sind da noch drin: Butter, Haferflocken, Mandelplättchen, Ei, Griess, Backpulver, Zimt und Vanillezucker.

Spargelhof mit Getreidefeld

Der Weizen für das Mehl wächst auf unserem Spargelhof in Rafz...

Apfelernte Juckerhof

...die Äpfel kommen aus unserer Produktion in Seegräben oder Jona.

fertiger Apfel-Cookie Teig

Der Teig ist bereit.

Teig rollen für Apfel-Cookies

In sorgfältiger Handarbeit werden Rollen geformt...

fertige Teigrollen

Die Rollen werden über Nacht gekühlt...

Cookie-Rollen schneiden mit Wurstschneidemaschine

...beim Schneiden haben wir maschinelle Hilfe. Wie "Wursträdchen" werden die Rollen in Scheiben geschnitten.

fertig gebackene Apfel-Cookies

Fertig gebacken. Jetzt müssen sie nur noch abgepackt werden.

WARUM WAR DAS SO SCHWIERIG?

Anfangs war es einfach ein Guetsli. Aber dadurch, dass wir so einen hohen Apfel-Anteil haben wollten, war der Teig schlecht formbar und es war schwierig, ihn sauber zu verarbeiten. Es brauchte sehr viel Zeit, schöne Guetsli zu bekommen. Etwas unförmig waren sie auch.

Der Geschmack war zwar gut, die Guetsli schmeckten aber zu wenig nach Apfel. Zudem wurden sie – ebenfalls durch den hohen Apfelanteil – relativ schnell weich. Sie waren zu feucht, was wiederum weder gut schmeckte, noch gut für die Haltbarkeit war. Also wurde an der Backtemperatur geschraubt, länger aber bei tieferer Temperatur gebacken. Das reichte leider immer noch nicht.

Der Schlüssel zum Erfolg war dann hatten wir die Idee, anstelle von frischen Äpfeln getrocknete Apfelwürfel zu nehmen, die wir auch so in den Hofläden schon verkauft haben. Damit wurde jedoch der Teig wieder trockener. Also musste die Rezeptur wieder angepasst werden. Mehr Ei und mehr Butter kamen rein.

Und so hatten wir endlich – nach gefühlten 10 Runden – das perfekte Apfel-Guetsli.

EINFACH NICHT AUFGEGEBEN

«Ein anderer hätte die Idee eines Apfel-Cookies vielleicht verworfen», sagt Beni Maurer, innovativer Leiter unserer HofManufaktur, «uns war es jedoch wichtig, ein gesundes, handgemachtes Produkt zu erhalten. Wir haben schliesslich eine Bäckerei. Und wenn der Apfel schon ein Hauptprodukt von uns ist, dann musste es doch möglich sein, ein Apfel-Guetsli zu kreieren. In diesem Fall hat sich die Beharrlichkeit doch gelohnt».

In diesen Tagen wurde bereits die 4. Charge der Apfel-Cookies produziert. Das sind jeweils mehrere Hundert Säckli. Wer noch nicht probiert hat, sollte das unbedingt tun!

Valérie ist Vollblutautorin des FarmTickers und immer zur Stelle wenns "brennt". Die Medienwissenschaftlerin hat vor der Geburt ihres zweiten Kindes das Kommunikationsteam von Jucker Farm geleitet.

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