Eigene Gipfeli
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Endlich eigene Gipfeli

Es war ein Riesenthema! Um nicht zu sagen, ein typisches kleines Jucker’sches Betriebsdrama, wie es in unserer Wegfindung immer mal wieder vorkommt:

Vor 2 Jahren ca. hatten wir die Gipfeli am Brunch abgeschafft.

Der Grund: Wir hatten von nun an wohl eine eigene HofBäckerei, waren jedoch nicht in der Lage, die Gipfeli selber zu produzieren, sondern mussten die jeweils zukaufen. Das fanden wir unehrlich, und hatten deshalb in einem Anflug von Idealismus die Gipfeli aus dem Sortiment genommen.

Die Antworten von Gästeseite kamen prompt und waren wenig begeistert:

„Das gehört zu einem anständigen Buurezmorge einfach dazu!“, beschwerte sich Frau Müller* (Name von der Redaktion geändert) bei unseren Hofrestaurant-Mitarbeitern. Wir verstanden Frau Müllers Enttäuschung, blieben aber konsequent. Eine Zeit lang gab es effektiv keine Gipfeli mehr. Nur auf ausdrückliche Bestellung für Seminare haben wir sie noch verkauft.

INFRASTRUKTUR UND PERSONELLE KAPAZITÄTEN

Dann endlich, vor gut einem Jahr kam der Durchbruch. Wir haben uns eine «Gipfeli-Rollmaschine» angeschafft und hatten endlich genug Personal, um die Gipfeli selber zu machen. Davor hatten uns schlicht freie Kapazitäten und die nötige Infrastruktur gefehlt.

Seit gut einem Jahr gibt es unsere selbstgemachten Gipfeli jeweils an den Buurezmorge auf dem Juckerhof und auf dem Bächlihof. Und bisher sind die Rückmeldungen begeistert. Auch wenn – oder gerade weil – man ihnen ansieht, dass es nicht perfekte, industriell gefertigte Gipfeli sind. Der Geschmack ist jedenfalls top.

Valérie ist Vollblutautorin des FarmTickers und immer zur Stelle wenn's "brennt". Sie mag schöne Texte und offene Worte. (Zum Portrait).

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