
Wo unsere (Oster-) Eier herkommen
Eier gehören in unseren Breitengraden genauso zu Ostern wie Schokohasen und Osterchüechli. Schliesslich involvieren viele Ostertraditionen das Hühnerprodukt. Die Nachfrage steigt jedes Jahr zu Ostern – auch bei uns.
Sowohl die Hofläden als auch die Küche auf dem Bächlihof und Juckerhof bestellen mehr als sonst. Das liegt auch daran, dass wir über Ostern auf den Jucker Farm Höfen in Jona und Seegräben gleich an 4 Tagen – statt wie an normalen Wochenenden nur an 2 Tagen – unser grosses Brunch-Buffet für den BuureZmorge auftischen. Dort gibt’s nicht nur gekochte Eier zum Tütschen, sondern auch Rührei, Pancakes und Waffeln.
Die Küche auf dem Juckerhof bestellt für das Osterwochenende (ohne Ostermontag) mindestens einen Drittel mehr als für ein normales Wochenende. Mit Ostermontag dürften es ein bisschen mehr als doppelt so viele sein. Der Hofladen auf dem Römerhof stockt ebenfalls um mindestens einen Drittel auf. Auf dem Spargelhof werden für die Osterwoche generell 2–3-mal mehr Eier bestellt.
Auf dem Bächlihof haben wir im März 2025 pro Woche etwa 700-800 Eier verbraucht respektive verkauft. In der Osterwoche waren es etwa dreimal so viel. «In der Woche vor Ostern ist der Verkauf im Hofladen klar etwas stärker, da die Kunden, die selber färben, ihre Eier noch holen. Speziell vor Ostern verkaufen wir auch weisse Eier ohne Stempel, sodass bei hellen Färbungen nichts zu sehen ist», sagt Hofladenleiter Sirin Zeindler.
Besonders stark steigt die Nachfrage nach gekochten und gefärbten Eiern. In einer normalen Woche gehen auf dem Bächlihof 30-60 davon über den Ladentisch. In der Osterwoche sind es 600-800.
Woher kommen unsere Eier?
Wir haben zwar eigene Hühner auf dem Bächlihof, das gackernde Gespann ist aber nicht zum Legen bei uns. Stattdessen unterstützen uns die Hühner durch Scharren und Picken bei der Bodenpflege. Unsere (Oster-)Eier beziehen also wir von regionalen Partnern. Weil wir 4 Höfe an 4 verschiedenen Standorten haben, kommen die Eier nicht überall vom gleichen Produzenten. Schliesslich möchten wir möglichst regional einkaufen.
- Der Römerhof bestellt seine Eier vom ebenfalls in Kloten liegenden Geflügelhof Rank (Rankhof).
- Die Eier auf dem Spargelhof kommen von Geflügel Höri aus der wenige Kilometer entfernten Gemeinde Höri.
- Auf dem Bächlihof haben wir 2 Lieferanten. Die ungekochten Eier für Küche und Hofladen beziehen wir vom Chriesihof in Ernetschwil. Die gekochten und gefärbten liefert uns die Stöckli Ei AG aus Saland. Zugegeben, Saland liegt jetzt nicht direkt neben dem Bächlihof. Dafür ist es der gleiche Lieferant wie für den Hofladen auf dem Juckerhof.
- Etwa 20 min sind es mit dem Auto von der Stöckli Ei AG bis zum Juckerhof. Hier beziehen wir die Eier für die Küche vom Geflügelhof Inauen in Oberdürnten. Von dort tuckert man mit dem Auto ca. 12,5 km über die Landstrasse, bis man beim Juckerhof ist.
Mindestens jeden 2. Tag ein Ei
Schweizer*innen haben 2024 im Durchschnitt fast 200 Eier pro Kopf verspeist. Das bedeutet mindestens jeden 2. Tag ein Ei - oder ganz viele an Ostern 😉 Damit liegen wir aber noch lange nicht an der globalen Spitze. Unsere nördlichen Nachbar*innen in Deutschland verbrauchten pro Kopf 236 Eier. Laut Geflügelnews.de isst aber niemand so viele wie die Mexikaner*innen. 2023 lag der Pro-Kopf-Konsum bei sage und schreibe 392 Eiern.
Eierknappheit vor Ostern
Die steigende Nachfrage vor Ostern stellt Produzent*innen jedes Jahr vor eine Herausforderung. Denn die Produktion saisonal hoch- und wieder runterzufahren ist schwierig. Schliesslich sind hier Lebewesen im Spiel, die nicht auf Knopfdruck mehr legen können. Und mehr Legehennen anschaffen, geht nicht so einfach. Damit es den Hühnern gut geht, braucht's die nötige Infrastruktur. Eine Genehmigung für den Bau eines Hühnerstalles zu bekommen, kann laut Watson jedoch mehrere Jahre dauern.













Noch keine Kommentare zu “Wo unsere (Oster-) Eier herkommen”