Hummus Natur
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Hummus aus Schweizer Kichererbsen

Hummus ist ja eigentlich etwas komplett Unschweizerisches. Von den Hauptkomponenten über die Gewürze bis hin zum Namen – alles exotischer Herkunft.

Aber das soll sich jetzt ändern, weil unsere findigen Jungs in der Produktion fanden, es sei an der Zeit, sich an Schweizer Kichererbsen zu versuchen. Und es hat tatsächlich geklappt!

Raphael Peterhans und der Rafzer Hofleiter Sven Studer haben auf ihren eigenen Höfen zuhause sowie auf dem Spargelhof in Rafz dieses Jahr ziemlich spontan je eine Hektare Kichererbsen angepflanzt. Dies, um verschiedene Standorte zu testen.

Anständige 3 Tonnen

Das Ergebnis kann sich sehen lassen, für einen Erstversuch. Anständige 3 Tonnen Kichererbsen gab es insgesamt. Dies ist kein Sensationsertrag. Auf südeuropäischen Feldern erntet man rund das Doppelte dieser Menge auf einer einzigen Hektare. Heiss und trocken mögen es die Kichererbsen. Dieser Sommer war warm, wenn auch nicht sehr trocken.

Aber: Wir sind hier in Rafz und nicht in der Türkei. Deshalb finden wir unseren Ertrag ganz ordentlich.

Die Kichererbsen werden nach der Ernte getrocknet und gereinigt und lagern nun auf dem Spargelhof in freudiger Erwartung auf die Verarbeitung durch unsere Gaumenzauberer in der Hofmanufaktur.

Hummus aus Schweizer Kichererbsen

Aus einem Grossteil der Kichererbsen wird Hummus hergestellt. Was sonst noch kommt, ist offen. Ganz sicher landet auch ein wesentlicher Teil in der HofChuchi der Restaurants auf dem Bächlihof und dem Juckerhof.

«Geschmacklich sind die Kichererbsen sehr gut, optisch können nicht alle mit dem, was man bisher aus dem Handel kennt, mithalten. Aber Kichererbsen kommen ja auch primär ins Hummus, einen Eintopf oder in den Salat», sagt Raphael Peterhans über seine Ernte.

Kichererbse in Hülle

So sieht eine Kichererbse am Strauch aus.

Kichererbsen Stauden

Die Kichererbsen für unser Hummus sind auf dem Spargelhof, beim Rheinfall und im Aargau gewachsen.

Reife und unreife Kichererbse

Links die helle, reife Kichererbse, recht in grün die unreife Kichererbse.

Das Hofmanufaktur-Team hat aus 25 kg getrockneten Kichererbsen eine erste Charge von 250 Gläsern zu Hummus verarbeitet und bringt die diese Tage in die Juckerschen Hofläden. Eine Variation mit Rafzer Tomaten und Kürbis ist ebenfalls geplant.

Coop hat die Idee angestossen

Die Idee, Kichererbsen anzubauen wurde angestossen im letzten Jahresmeeting mit unserem langjährigen Partner Coop. Da schnappten die Jucker Brüder auf, dass Hummus sehr gefragt sei. Und wie das so ist im Juckerschen Vollgas-Universum, hat man quasi schon auf der Rückfahrt nach Zürich beschlossen, das mit den Kichererbsen einmal zu probieren. Auf dem Salatbuffet der Hofrestaurants war Hummus schon länger ein immer wiederkehrender und gern gesehener Gast. Warum die Kichererbsen denn nicht gleich anbauen?

Fast 100% Schweiz

Das Jucker-Hummus besteht aus regionalen Kichererbsen, Schweizer Rapsöl und einem Spritzer Rhabarbersaft für ein Quäntchen Säure. Diesen verwenden wir anstelle von  Zitronensaft, als lokale Alternative. Auch der Rhabarbersaft stammt aus unserer eigenen Produktion. Nur noch die Gewürze sind etwas exotisch. Die Kürbisse und Tomaten für die Spezialvariante stammen ebenfalls aus eigener Produktion in Rafz. Auf Sesampaste hat man bewusst verzichtet. Da das Hummus auch ohne vorzüglich schmeckt und man bei der HofManufaktur ganz erpicht darauf ist, möglichst viele Zutaten aus eigener oder Schweizer Produktion zu verwenden.

Unser Hummus gibt's auch mit Rafzer Tomaten.

Ein Power-Duo, ggf. kommt bald eine weitere Sorte dazu...

Passt als Dipp, als Brotaufstrich oder als Sauce...

Valérie ist Vollblutautorin des FarmTickers und immer zur Stelle wenn's "brennt". Sie mag schöne Texte und offene Worte. (Zum Portrait).

Beiträge von Valérie
2 Kommentare zu “Hummus aus Schweizer Kichererbsen”
    Nicolas

    Super coole Idee

    Ich habe dasselbe Projekt vor 2 Jahren auch mal in Angriff genommen (Hummus aus schweizer Kichererbsen produzieren), musste dann aber aus zeitlichen Gründen das Projekt beenden.
    Wie auch immer, es würde mich freuen, wenn ich bald im Coop/Migros schweizer Hummus finden könnte.
    PS: falls ihr selber Hummus herstellt, versucht mal HPP (high pressure pasteurization) anzuwenden. Beispielsweise die Metzgerei Angst in Zürich verfügt über eine solche Anlage. Durch HPP hat man viel weniger thermische Einflüsse durch das pasteurizieren wodurch weniger bis gar keine Zusatzstoffe für die Haltbarkeit benötigt werden.

    LG N

    Antworten
    Valérie Sauter

    Hoi Nicolas. Vielen Dank für die tolle Rückmeldung. Das mit dem Coop dürfte bald klappen ;-). Den Hummus stellen wir selber her, soviel ich weiss, hätten wir wahnsinnig gerne so eine HPP-Maschine, aber die sind sehr teuer. Ich bin sicher, unsere Jungs von der HofManufaktur sind da dran ;-). Danke für deinen Input.

    Antworten

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