Schatzmeister aus Leidenschaft

05. April 2016 Valérie

„Mäse“ (Marcel Nyfeler) ist immer in einem Affenzahn unterwegs. Wenn er die Treppe runterkommt, tut er dies nicht Schritt für Schritt, sondern nimmt mindestens 2 Stufen auf einmal, manchmal „fliegt“ er fast die Treppe hinunter. Hier kann Zeit gespart werden. Und trotz des hohen Tempos, das er an den Tag legt, gelingt es ihm, in unsere chaotische Firma mehr und mehr Struktur zu bringen. Mäse ist unser „Finänzler“ und wir sind schampar froh, dass wir ihn haben.

Das Interview mit ihm war spannend und hat gezeigt, was Mäse für ein vielfältiger Mensch ist.

Seit wann arbeitest du hier?

Seit Mitte September 2014. Es ging alles ziemlich schnell. Am Donnerstag oder Mittwoch habe ich den Vertrag unterschrieben und 10 Tage später sass ich schon hier im Büro.

Was ist dein Job? Beschreibe einen Arbeitstag…

Ich bin Leiter der Finanzen bei der Jucker Farm AG. Ich stelle zum Beispiel sicher, dass alles korrekt verrechnet wird, verbuche Lieferantenrechnungen, und überwache die Liquidität. Und dann gibt es natürlich die Mehrwertsteuer-Abrechnungen und die Steuererklärung. Ich bin an einer Schnittstelle zwischen allen Bereichen. Das ist spannend, weil alle Prozesse im Unternehmen einen Einfluss auf die Finanzen haben und irgendwann über meinen Tisch gehen. Über all diese Flüsse gilt es, die Kontrolle zu behalten. Gerade bei unserem vielfältigen Betrieb ist das manchmal ziemlich schwierig. Momentan neues Kassensystem und eine neue Kundensoftware begleiten, das ist ein besonders spannendes Projekt. 

Wie bist du bei Jucker Farm gelandet? Warum arbeitest du hier?

Das ist eine lustige Geschichte.

Wir haben schon hier geheiratet auf dem Bächlihof. Jucker gefällt uns einfach. Aber die Option hier wirklich zu arbeiten, ist mir gar nicht in den Sinn gekommen. Unglaublich, eigentlich! Ich habe das Inserat in Jobscout gesehen und kannte Susanne, die als Ansprechsperson genannt wurde, vom Sehen! Gesucht wurde jemand, der ein gezieltes Controlling aufbaut – darin hatte ich gerade die Ausbildung abgeschlossen!

Die Bewerbung habe ich dann direkt abgeschickt an dem Montag. Am Dienstag habe ich Dave Prevost (vom Event-Team) auf dem Tennisplatz getroffen. Den kannte ich auch schon. Wir sind beide im Tennisclub Wald.

Eigentlich hatte ich ein schlechtes Gewissen, einfach Tennis spielen zu gehen. Ich sollte doch einen Job suchen! Was für ein Zufall, dass Dave gerade vor Ort war. Ich habe ihm erzählt: „Jetzt habe ich mich grad bei euch beworben!“ Worauf Dave direkt Susanne angerufen hat. Ich hatte also schon einen ziemlichen Vitamin B Bonus.

Was magst du an deiner Arbeit am liebsten?

Dass alle Prozesse mit Finanzen zu tun haben. Es gefällt mir, als Schnittstelle und betriebsinterner Dienstleister mit so vielen Bereichen zu tun zu haben. Ich habe Kontakt zu allen Abteilungen, die es im Unternehmen gibt. Es gefällt mir, jeden Bereich mit seinen Bedürfnissen zu unterstützen. Ich helfe gerne.

Was würdest du anders machen? Was nervt dich hier?

Eigentlich nichts. Mich nervt höchstens, wenn die Leute nicht mitdenken. Schön wäre es, wenn die Firma irgendwann im Backoffice eine bessere Infrastruktur hätte. Mein Archiv ist da wo die Mäuse wohnen und ich habe immer zu wenig Platz für meine Ordner. Es ist ein ständiges improvisieren.

Wie entspannst du dich in der Freizeit? Was machst du am liebsten, ausserhalb der Arbeit?

Seit mein Sohn geboren ist, musste ich meine vielen Hobbies zusammenstreichen. Zum Beispiel den Spanischkurs, den ich nach 2 Jahren aufgehört habe. Wir waren 3 Monate in Südamerika und waren da auf den Geschmack gekommen, auch weil wir gerne mal wieder dahin möchten. Wir konnten zwar viele Standard-Sätze und kamen damit gut durch, aber die Grammatik hat uns gefehlt. Sonst spiele regelmässig ich Tennis und Theater. Und wenn’s drin liegt gehe ich noch Biken. Das habe ich vorher viel öfter gemacht.
Hast du Zukunftsträume, die du uns verraten magst?

Hast du Zukunftsträume, die du uns verraten magst?

Ein Ziel wäre mal, alle regionalen und nationalen Bike-Routen von SchweizMobil abgefahren zu haben. Zusammen mit meiner Frau Cristina. Wir haben schon fast alle gemacht. In ein paar Jahren werden wir unser Projekt weiterverfolgen. Bis dann fahren wir wohl mit unserem Sohn im Veloanhänger einige entspanntere Touren.

Ein zweiter grosser Traum, von dem ich schon lange rede: Irgendwann würde ich mich gerne mal im Treuhandbereich selbständig machen. Am liebsten für Firmen. Da ist jeder Fall für sich komplex und sehr spannend. Recht ist eine spannende Materie. Alles hat eine gesetzliche Grundlage. Auch die banalsten Buchhaltungs-Fragen.

Danke Mäse, für den spannenden Einblick! Hier gibt’s Mäse Live über seinen Beruf ;-): http://www.kfmv.ch/de/2640/Experte-Expertin-in-Rechnungslegung-und-Controlling-HFP.htm

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