Gabi Faude im Sonnenblumenfeld
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Gabi – Chefin über das Blumenparadies

Tiere und Blumen, das ist Gabi Faudes Welt. Aufgewachsen ist sie ländlich – im Kanton Aargau – doch nicht auf einem Bauernhof. Eine Servicelehre – wie sie sie gerne angepackt hätte - durfte sie nicht machen.

So hat Gabi die Lehre als Gärtnerin gemacht. Im Service gearbeitet hat sie dann aber trotzdem, als ihre Kinder noch klein waren. Nach der Gärtnerlehre hängte sie eine zweite Lehre als Floristin an: «Weil ich aus dem, was wuchs auch noch was machen wollte», wie sie sagt.

Gabi hat ihr Leben lang gearbeitet. Es wirkt ein Bisschen so, als tue sie das auch gerne. Gabi einfach im Liegestuhl – kann ich mir auf Anhieb grad gar nicht vorstellen. Es muess öpis gah 😊. Wenn man Gabi ansieht, leuchtet das Leben in ihrem Gesicht – sie ist mit allen Wassern gewaschen.

«Ich wollte immer einen Bauern heiraten und hätte am liebsten auf einem Bauernhof gelebt. Aber dann ist halt alles anders gekommen» - wie so oft im Leben. Also hat sie sich sonst mit Leben umgeben: Nebst 3 Kindern hatte sie immer diverse Tiere im Haus und ums Haus. Heute sind es «nur» noch 1 Hund, 1 Katze und 3 Schildkröten.

Jetzt ist sie Chefin vom Römerhof. Und wie es scheint, ist Gabi im Blumenparadies hier angekommen. Es lohnt sich, weiterzulesen:

SEIT WANN ARBEITEST DU bei Jucker Farm?

Gestartet bin ich eigentlich auf dem Spargelhof am 1. April 2014. Der Römerhof kam erst später dazu…

WIE BIST zur JUCKER FARM gekommen?

Eigentlich über Andy Good (der auch bei uns arbeitet). Ich hatte früher mit ihm auf dem Markt gearbeitet. Er war mein Markstandpartner an einem Blumenstand. Dann ging er auf die Alp und wir haben uns 1 Jahr lang nicht mehr gesehen. Und plötzlich fragte er mich: «Hey, brauchst du einen Job?» - Er war damals Hofladenleiter in Rafz und ich sollte seine Stellvertreterin werden. Ich war gerade am Suchen und es hatte gut gepasst. Nach 6 Monaten habe ich dann die Leitung ganz übernommen.

Und wie bist du dann auf dem Römerhof gelandet?

Es war schon länger klar, dass in Kloten ein Hofladen hersollte, der Umbau geplant und ich wusste, dass ich dort den Laden aufbauen sollte. Das hat mich auch sehr gereizt, etwas von Null auf aufzubauen. Doch dann kam Corona und es lief alles kreuz und quer. Es sollte alles erst viel später über die Bühne gehen. Ich sass nach einer Fuss-OP noch zuhause und Patrik übernahm die ersten 2-3 Wochen. Dann hiess es: Gabi macht beides. Es war ein ziemlicher Hoselupf. Aber dann konnte ich irgendwann an Fränzi übergeben.

Was ist dein Job?

Ich kümmere mich weitestgehend um die Pflanzen hier. Ich pflege das Selberpflückfeld, schaue, dass die Anlage immer hübsch aussieht und binde aber auch selber Sträusse für den Hofladen und ernte Trockenblumen. Die Sträusse kann man neu auch bei Farmy.ch bestellen. Ausserdem verkaufen wir auch andere Pflanzen und Biokräuter, für deren Bestellung ich zuständig bin. Das Feld bestellt Wälle – ich habe es nicht so mit den Maschinen.

Den Hofladen überlasse ich Celine und Regina, die machen das super, da muss ich mich gar nicht gross einmischen. Natürlich muss ich insgesamt alles im Blick haben, was auf dem Hof läuft.

Wo steht der Römerhof in 5 Jahren?

Es steht sicher ein Umbau an. Der Hofladen mit allem Drum und Dran wurde ja wegen Corona-eher Ad-Hoc eröffnet. Der Römerhof soll für Familien mit Kindern attraktiver werden, auch als Ausflugsziel. Ausserdem wollen wir den Römerhof auch im Winter attraktiver machen. Drum setzen wir seit Beginn auch auf ein attraktives Raclette- und Fonduesortiment.

WAS GEFÄLLT DIR HIER?

Es macht mir viel Freude, jeden Tag mit Blumen zu tun zu haben. Das ist mein Metier. Die Firma lässt mir sehr viele Freiheiten. Die Zusammenarbeit hier basiert auf Vertrauen und du hast niemanden, der immer hinten dran steht und schaut, ob du auch ja keinen Fehler machst. Und ich mag mein Team. Und unsere Kunden – ausser in der Kürbissaison. Da gibt es manchmal Leute, die ausfällig werden.

Was ist dein liebstes Jucker-Produkt?

De Chnobli-Dip, de isch soo super.

WAS MACHST DU AM LIEBSTEN in deiner Freizeit?

Töff, Haus, Tiere, Garten, Wandern. 😊 Und das Wasser. Das ist mein Element. Ich wohne am Rhein und gehe im Sommer viel und gerne Baden.

HAST DU ZUKUNFTSTRÄUME, DIE DU UNS VERRATEN MAGST?

Ich möchte nochmal Reisen gehen. Vor 3 Jahren habe ich Alaska und Kanada bereist Nach Alaska möchte ich unbedingt nochmal, dann aber ganz in den Norden. Und Norwegen und Lapland würde mich reizen. Oder Mexiko – und Irland. 😊 Also ich habe noch ganz viele Ideen.

Wen sollen wir als nächstes vorstellen?

Klaudia Weiss.

Valérie ist Vollblutautorin des FarmTickers und immer zur Stelle wenn's "brennt". Sie mag schöne Texte und offene Worte. (Zum Portrait).

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